Intensivkurse für Rettungsschwimmer/innen in der Freibadsaison 2026
Auch in diesem Jahr bot unser stellvertretender Leiter Ausbildung Michael Zajusch wieder seinen permanenten Intensivkurs für Rettungsschwimmer/innen in der Freibadsaison an. Für die Teilnehmer gab es an drei Tagen in der Woche (ebenfalls in den hessischen Sommerferien), bei Anfragen zusätzlich auch am Wochenende, die Möglichkeiten, im Freibad sowohl zu üben als auch Prüfungen abzulegen. Im Vorfeld hatte jede/r Teilnehmer/in die Aufgabe, im Selbststudium sich die Theorie des Rettungsschwimmens (Online-Kurs) anzueignen. Offene Fragen wurden während des ersten gemeinsamen Termins in den Räumen der DLRG Obertshausen besprochen und Trockenübungen (vor allem der unterschiedlichen Befreiungsgriffe sowohl von hinten als auch von vorne) durchgeführt und geübt.
Die Beweggründe für die Teilnahme waren sehr unterschiedlich. Die Teilnehmer kamen vorwiegend aus dem näheren Umkreis, aber es waren auch einzelne Personen aus Bad Camberg, Wiesbaden, Frankfurt und Großostheim (Bayern) da. Diese gaben an, dass sie meist keine Antworten auf ihre Anfragen bei anderen ortsnahen DLRG-Gliederungen erhalten hätten oder aber Rettungsschwimmkurse nicht zeitnah angeboten würden. Während einige das Rettungsschwimmabzeichen für Ausbildungen brauchen, ist es für andere Voraussetzung für das bevorstehende Referendariat oder die Arbeit als Trainer/in für Aquagymnastik vom DRK und auch anderen Wassersportvereinen. Weitere Teilnehmende bereiteten sich als Klassenlehrerinnen auf Aktivitäten während Klassenfahrten (Surfkurs und Kanutouren) vor oder mussten ihre Kenntnisse als aktive Sportlehrkräfte auffrischen.
Eine Teilnehmerin braucht den Rettungsschwimmschein Bronze für ihre Ausbildung beim Zoll, ein anderer für seine bei der Bundespolizei in Rheinland-Pfalz.
Dieser spezielle «Dauerlehrgang» berücksichtigte die unterschiedlichen Erfahrungen, Ziele und Hintergründe der Teilnehmenden. Die Zeit vom 15. Mai bis 11, September 2026 gestaltete sich entsprechend intensiv und abwechslungsreich für alle Beteiligten.
Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer lobten die überaus schnellen Antworten auf ihre Anfragen, die unbürokratischen Bedingungen bei der Anmeldung und die klare, präzise Kommunikation. Zudem schätzten sie die zeitlich überaus flexiblen Möglichkeiten bei den praktischen Übungen und Prüfungen, die an so vielen Wochentagen zwischen 8 und 18 Uhr stattfanden und individuelle Wünsche berücksichtigten.
Ein wesentlicher Vorteil war zudem, dass Michael Zajusch seine eigene HLW-Übungsphantompuppe für die Teilprüfungen zur Verfügung stellte. Dadurch konnte die kombinierte Übung – inklusive Anlandbringen und anschließender dreiminütiger HLW am Beckenrand – von allen Teilnehmenden absolviert werden. Wenngleich die Prüfungsordnung für das DRSA-Bronze diese Form nicht zwingend vorsieht, wurde die praxisnahe Umsetzung sehr positiv aufgenommen.
Die Teilnehmenden zeigten sich erfreut und überrascht, als ihnen mit dem Rettungsschwimmabzeichen zusätzlich der Schlüsselanhänger CPR Faceshield überreicht wurde.
Besonders das CPR Faceshield ist mir besonders wichtig, da durch das Wissen um den hygienischen Schutz vielen Menschen die Angst und das Zögern vor der lebensrettenden Beatmung genommen wird. Kompakt als Schlüsselanhänger lässt sich diese Beatmungsmaske ideal am Schlüsselbund mitführen.
Resümee für die Freibadsaison 2026:
Für die Ausbildung, die Wiederholungs- und Auffrischungskurse sowie die Prüfung zum Rettungsschwimmabzeichen Bronze oder Silber gingen 40 Anfragen von Mai bis Ende August 2026 ein.
Insgesamt 9 Personen nahmen das Angebot über diese vier Monate nicht an.
Zwei weitere Personen wollten nur die Wiederholung der Rettungsfähigkeit für aufsichtsführende Lehrkräfte, die ich nicht anbiete.
Eine Person begann, konnte aufgrund von Krankheit nicht weitermachen.
26 Personen beendeten die Kurse bereits erfolgreich!
→ 10 angehende Lehramtsanwärter (Referendare) (10 x DRSA-Bronze).
→ 7 Lehrkräfte unterschiedlicher Schulen (5 x DRSA-Silber, 2 x DRSA-Bronze).
→ Eine Teilnehmerin einer Nachbar-DLRG (Wiederholung DRSA-Silber).
→ Ein Teilnehmer des eigenen Ortsverbands (Wiederholung DRSA-Bronze).
→ Zwei Bewerber/innen für die Ausbildung bei der Bundespolizei und beim Zoll (jeweils Bronze).
→ 4 andere (7 x DRSA-Silber): Eine Person kam noch am 11.9.2026 um seine letzten praktischen Teilprüfungen abzulegen.
→ Drei Personen begannen die Ausbildung zum DRSA-Silber, weil sie dies für ihre neue Tätigkeit als Trainerin und Trainer in einem Schwimmbad benötigen. Alle drei unterschätzten jedoch die Anforderungen. Alle schwenkten unbürokratisch zunächst auf DRSA-Bronze um. Von diesen konnte einer inzwischen mit sehr viel zusätzlichem Training und vielen Übungen alle Prüfungen zunächst die Prüfungen für DRSA-Bronze und nun auch des DRSA-Silber erfolgreich meistern; er darf jetzt (zwar etwas verspätet) seine Trainertätigkeit beginnen und ausüben. Die beiden anderen werden nun im Montemare-Bad für DRSA-Bronze weiter üben und dort die geforderten Teilprüfungen ablegen können. Für das DRSA-Silber müssen sie bis Mai 2027 warten oder sich einen anderen Ortsverband suchen. — Vier Personen (2x von diesen + eine weitere Person) möchte das DRSA-Bronze und ein Lehrer will DRSA-Silber wiederholen) müssen noch weitere schwimmerische Prüfungen (jedoch nun im MonteMare-Bad in Obertshausen) ablegen, die keine größere Wassertiefe mehr erfordern.
Das Freibad schloss am 12. September 2026. Somit kann in 2026 keine Ausbildung mehr durchgeführt und auch keine Teilprüfungen für DRSA-Silber (Tieftauchen, Sprung vom Dreimeterbrett) mehr abgenommen werden.
Die nächsten DRSA-Silberkurse für Jedermann gibt es erst wieder ab Mai 2027, wenn die nächste Freibadsaison beginnt.
Es haben sich bereits jetzt mehrere Interessenten vormerken lassen.
Veröffentlicht: 12.09.2026
Autor: Michael Zajusch
Kategorie: Rettungsschwimmen



